Die Oberfläche entsteht erst bei der Benutzung
Was wäre, wenn Software nach einer Aktion selbst die passenden nächsten Möglichkeiten anbietet?

Änderungen per Text anzustoßen ist für mich erst der Anfang. Noch spannender finde ich die Frage, ob sich auch die Oberfläche selbst aus der jeweiligen Situation ergeben könnte.
Ich erhöhe zum Beispiel abends die Temperatur in einem Raum. Daraufhin bietet mir die Anwendung passende Möglichkeiten an: nur für heute, jeden Abend oder auch in weiteren Räumen. Welche Auswahl sinnvoll ist, hängt davon ab, was ich gerade tue und welchen Kontext die Anwendung kennt.
Natürlich lassen sich solche Abläufe fest programmieren. Meine Idee geht weiter: Ein Modell wählt innerhalb klarer Grenzen aus, welche Bedienmöglichkeiten jetzt hilfreich sind. Nicht jeder mögliche Ablauf muss vorher einzeln gestaltet sein.
Damit würde jede Interaktion etwas über meine Absicht vermitteln. Auch ein Klick. Die Antwort darauf könnte ein Formular, eine Vorschau oder ein einzelner Button sein.
Das ist meine Vorstellung von Generative UI: eine Oberfläche, die sich während der Benutzung an die Aufgabe anpasst. Berechtigungen und Bestätigungen bleiben dabei Aufgabe der Anwendung.
Die offene Frage ist für mich, wie viel Veränderung hilfreich ist. Wenn vertraute Funktionen ständig ihren Platz wechseln, wird es anstrengend. Genau diese Balance zwischen Anpassung und Verlässlichkeit möchte ich ausprobieren.